Aktuelles

Manuelle Therapie - neu bei uns, aber was ist das eigentlich?

Die Manuelle Therapie ist eine ganzheitliche Behandlungsmethode um Bewegungsstörungen von Gelenken, Muskeln sowie Nerven zu behandeln. Das Ziel der manuellen Therapie ist durch Eingriffe und Aufhebung evtl. vorhandener Bewegungsstörungen im Gelenk Schmerzen zu lindern sowie die Gelenke zu mobilisieren. Des Weiteren soll die Behandlung die physiologische Gelenkfunktion unterstützen und zugleich deren Funktion erhalten.

Im Rahmen der Behandlung kann der Therapeut mit speziellen Handgriffen sowie Mobilisationstechniken gezielte Reize im Gelenk setzen, um schmerzlindernd sowie bewegungsfördernd zu arbeiten. Zu den Behandlungstechniken gehören z.B. langsam vollführte Dehnungsübungen sowie funktionelle und aktive Übungen. Diese Maßnahmen haben das Ziel alltagsbezogene Funktionen zu stärken und wieder herzustellen. Die Physiotherapeuten untersuchen im Allgemeinen vor Behandlungsbeginn die Gelenkmechanik, die Muskelfunktion sowie die Koordination der Bewegung bevor anschließend ein individueller Behandlungsplan gemeinsam mit dem Patienten erstellt wird.
Eine häufige Anwendung findet die manuelle Therapie bei der Wirbelsäule bzw. deren kleinen Wirbelgelenke, welche oft vielfältige Probleme oder Beschwerden im ganzen Körper verursachen können.

Wir freuen uns Ihnen zukünftig die Manuelle Therapie als Leistung in unserer Praxis anbieten zu können. Im Juli 2018 hat Franziska Diederich Ihre 3 jährige Fortbildung mit erfolgreich bestandener Prüfung abgeschlossen und konnte schon einige Erfolge bei den Behandlungen erzielen.

Sollten Sie Fragen zu diesem Thema haben, können Sie uns gerne in unserer Praxis ansprechen.
Ihre Ina Wurzler & Franziska Diederich


Wir suchen Verstärkung

Zum nächst möglichen Zeitpunkt möchten wir unser Team vergrößern und suchen daher eine(n) ausgebildete Physiotherapeut(-in) oder Masseur(-in).
Schauen Sie sich dazu unsere aktuelle Stellenausschreibung an: aktuelle Stellenangebote


Die Arthrose

Die Arthose-Erkrankung zählt in Deutschland zu den häufigsten Krankheitsbildern, die ein Physiotherapeut in seinem Alltag behandelt.
Der Ablauf der Arthrose Erkrankungen setzen sich aus drei Stadien zusammen:

Zu Beging tritt häufig ein so genannten Anlaufschmerz auf. Dieser entsteht, wenn der Patient aus der Ruhe in die Bewegung kommt, das heißt zum Beispiel von einem Stuhl aufsteht und losgeht. Er wird charakteristisch mit einem Spannungsgefühl und Steifigkeit in den betroffenen Gelenken beschrieben. Durch vermehrtes Bewegen können in diesem Stadium die auftretenden Schmerzen weitgehend gelindert werden. Außerdem klagen die Patienten häufig über einen Schmerz, der nicht lokalisiert werden kann, sondern eher als fließend, ziehend und ausstrahlend beschrieben wird. Die Folge ist, dass im Anfangsstadium eine degenerative Erkrankung des Gelenkes nicht gleich erkannt wird und eher auf ein rheumatisches Beschwerdebild schließen lässt.
Durch Muskelverspannungen und Muskelverhärtungen beginnt im zweiten Stadium der Schmerz an den Weichteilstrukturen. Beim Beispiel des Kniegelenkes klagen Patienten über Belastungsschmerzen an den Knien, die innerhalb des Tages schmerzhafter werden. Auch „das Treppensteigen“ sowie „das Bergab laufen“ wird beschwerlicher. Es besteht die Gefahr, dass sich eine Instabilität im Gelenk entwickelt, da der Patient durch die Schmerzen und Beweglichkeitseinschränkungen das betroffene Gelenk vernachlässigt und dadurch ein Muskelabbau stattfindet.
Im dritten Stadium klagt der Patient dauerhaft über Schmerzen im Gelenk, der so genannte Ruheschmerz. Durch Flüssigkeitsansammlungen im Gelenk können Umfangsvergrößerungen, Gelenkkapselverdickungen, Überwärmung und Druckschmerzen auftreten, hier spricht man von einer aktivierten Arthrose. In diesem Stadium fällt es den Patient schwer das Gelenk maximal zu bewegen, das heißt eine maximale Beweglichkeit ist nicht mehr möglich. Zusätzlich zum Ruheschmerz ist im dritten Stadium der Gelenkspalt nahezu aufgelöst dieses führt zu einer zunehmende Versteifung des Gelenkes und ist mit hörbaren Knirschen und Reiben bei Bewegung charakterisiert.
Behandlungsmöglichkeiten

Bei einer physiotherapeutische Behandlung wird zwischen einer kurz-, mittel- und langfristigen Therapie zur Verbesserung der Beweglichkeit sowie Kräftigung der umliegenden Muskulatur des betroffenen Gelenks unterschieden.
Am Anfang der Behandlung stehen die Gelenkentlastung und die Schmerzlinderung der umliegenden Muskulatur im Vordergrund. Mit Hilfe von Weichteiltechniken wie Querfriktionen, Schüttelungen, Streichungen sowie Dehnungen können vom Therapeuten schmerzhafte kontraktierte Muskeln behandelt werden. Patienten werden bei dieser Therapieeinheit dazu aufgefordert, Übungen durchzuführen, welche das Gelenk entlasten, z.B. das Pendeln mit Gewichten.
Im mittelfristigen Behandlungsplan stehen zum einen Maßnahmen zur Bewegungserweiterung bzw. der Erhalt der Beweglichkeit durch aktives und passives Bewegen der betroffenen Gelenke im Vordergrund. Alltägliche Bewegungen wie Radfahren und Schwimmen können dazu benutzt werden die Beweglichkeit der arthritischen Gelenke zu verbessern. Um eine Bewegungserweiterung zu erzielen, sind physiotherapeutische Techniken, wie zum Beispiel Dehnung der umliegenden Kniemuskulatur sinnvoll. Zusätzlich wird in der mittelfristigen Behandlungszeit auf Kräftigungsübungen gesetzt.
Insbesondere bei langfristigen Behandlungsplänen ist es wichtig, dass der Patient nicht nur im Rahmen seiner Therapiebesuche beim Therapeuten aktiv an der Genesung teilnimmt, sondern auch zu Hause selbst aktiv wird.

Sollten Sie Fragen zu diesem Thema haben, können Sie uns gerne in unserer Praxis ansprechen.
Ihre Ina Wurzler & Franziska Diederich